Flugzeugpark

Die Flugsportvereinigung Radolfzell e.V. (FSVR) unterhält vier Segelflugzeuge, ein Schleppflugzeug, einen Motorsegler und ein Leichtflugzeug, die allen Vereinsmitglieder mit entsprechender Lizenz bei Eignung zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus betreiben unsere Mitglieder – zum Teil in Haltergemeinschaften – sechs Segelflugzeuge, einen Motorsegler, drei Luftsportgeräte (Ultraleicht/UL) und drei Motorflugzeuge.

Die Wartung dieser Sportgeräte besorgen wir unter der Leitung unserer ehrenamtlichen Technik-Spezialisten in der eigenen Werkstatt am Flugplatz.

Twin Astir

Unser Schuldoppelsitzer, der Grob 103 TwinAstir lll Acro, wurde 1993 bei der Firma Grob in Mindelheim gebaut. Die beiden Sitzplätze sind exakt gleich aufgebaut und zeichnen sich durch viel Raum aus.

Auf dem Twin machen unsere Segelflugschüler ihren ersten Schulstart. Sie werden dabei auf dem hinteren Sitz begleitet von einem unserer Fluglehrer. Und auf dem Twin absolvieren sie auch ihren ersten Alleinflug ohne Fluglehrer – häufig schon mit 14 Jahren.

Der Twin Astir wurde in seiner ursprünglichen Version zusammen mit dem Einsitzer Astir geplant, um einen reibungslosen Umstieg vom Doppelsitzer auf den Einsitzer zu ermöglichen.

Der Twin ist voll kunstflugtauglich und steht leistungsmäßig manchem Einsitzer in nichts nach. Die Musterbetreuung nimmt seit 2008 die Fa. Lindner, Walpertshausen war.

 

Kennzeichen: D-5215
Spannweite: 17,5 m
Rumpflänge: 8,18 m
Mindestgeschwindigkeit: 66 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
geringstes Sinken: 0,62 m/s bei 80 km/h
bestes Gleiten: 1:37 bei 85 km/h
höchstzulässiges Gewicht: 600 kg

Standard Astir

Der Grob 102 Astir CS77 ist ein einsitziges Segelflugzeug und stammt wie unser TWIN aus dem Hause Grob in Mindelheim. Es war das erste nach den Gesichtspunkten einer Serienfertigung optimierte 15m-Kunststoffsegelflugzeug. Wegen seines moderaten Preises hatte es sich nach zwei Produktionsjahren bereits über 1000 Mal verkauft und beendete damit die Ära der Holzflugzeuge im Vereinsbetrieb.

Auslegungskriterium von Grob war, dass die Cockpits der Schulflugzeuge so ähnlich wie möglich sein sollen, so dass der Umstieg leicht fällt. Die robuste und einfache Bauweise macht den Astir zum idealen Vereinsflugzeug. Zahlreiche Rekorde beweisen, dass mit diesem Einsitzer problemlos größere Überlandflüge möglich sind.

Kennzeichen: D-7690
Spannweite: 15,0 m
Rumpflänge: 6,69 m
Mindestgeschwindigkeit: 65 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
geringstes Sinken: 0,65 m/s bei 80 km/h
bestes Gleiten: 1:38 bei 100 km/h
höchstzulässiges Gewicht: 380 kg

Ka 8

Im renommierten Segelflugzeug-Herstellbetrieb A. Schleicher an der Wasserkuppe wurde die Ka 8 von Rudolf Kaiser entworfen. Sie hat einen Stahlrohr-Gitter-Rümpf und Holzflügel und Leitwerke die mit Bespannstoff überzogen sind – die klassische Bauweise seit den Anfängen der Fliegerei. Lange Zeit war die gutmütige Ka 8 der am weitesten verbreitete  Schulungs-Einsitzer im Vereinsbetrieb.

Kennzeichen: D-9012
Spannweite: 15,0 m
Rumpflänge: 7,00 m
Mindestgeschwindigkeit: 52 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
geringstes Sinken: bei 62 km/h
bestes Gleiten: 1:24 bei 75 km/h
Leergewicht: 190 kg
höchstzulässiges Gewicht: 310 kg

Discus bT 15m

Im Unterschied zu den Reisemotorseglern wie dem Scheibe Falke SF25 C2000 ist der Discus bT ein Leistungssegelflugzeug mit Hilfsmotor. Er stammt aus dem Hause Schempp-Hirth aus Kirchheim unter Teck. Die Kraft des nur 25 PS starken Motors mit Fünfblatt-Faltpropeller („Turbo“) reicht nicht für einen Eigenstart aus, denn dieser „Flautenschieber“ ist als reine Heimweghilfe konzipiert. Damit kann man also auch dann noch nach Hause kommen, wenn die Thermik zu Ende ist.  Im sogenannten Sägezahn-Flugstil, bei dem mit dem Motor erst Höhe gewonnen und diese Höhe dann ohne Motor abgeglitten wird, können so noch Heimweg-Distanzen bis zu 300 km überwunden werden.

Kennzeichen: D-KNWS
Spannweite: 15,0 m
Rumpflänge: 6,58 m
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
geringstes Sinken: 0,65 m/s bei 90 km/h
bestes Gleiten: 1:43 bei 105 km/h

Robin DR400RP/235

Die „Remo“, wie wir sie liebevoll kurz nennen, ist als Schleppflugzeug auf fast jedem Segelfluggelände anzutreffen. Das „R“ in der Typenbezeichnung steht für „Remorqueur“, dem französischen Wort für „Schlepper“. Sie wurde bei der Firma Avions Pierre Robin in Dijon in klassischer Holz-Stoff Bauweise hergestellt, was mit einem niedrigen Leergewicht und entsprechend großem Steigvermögen einhergeht. Neben dem Standard-180-PS-Lycoming-Motor gab es noch die Porsche-Motorisierung, die aber mittlerweile eingestellt wurde. Unsere „Remo“ ist eine nachträglich bei der Firma Gomolzig (Schwelm) umgerüstete ehemalige Porsche-Remo (daher das „P“ in der Typenbezeichnung). Die 235 PS (175 KW) des Sechszylinder-Lycoming-Motors machen aus unserer viersitzige „Remo“ auch ein schnelles und bequemes Reiseflugzeug mit einer Reisegeschwindigkeit von 260 km/h.

Mit dem Gomolzig Schalldämpfersystem ist unsere Remo sehr leise und somit wesentlicher Bestandteil unseres Umweltschutzprogramms.

Kennzeichen: D-ENIM
Spannweite: 8,72 m
Rumpflänge: 7,45 m
Mindestgeschwindigkeit: 88 km/h
Reisegeschwindigkeit: 260 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 308 km/h
Leergewicht: 740 kg

Aquila A210

Seit März 2008 vervollständigt die A210 unsere Flotte und ermöglicht uns durch die Zulassung als Leichtflugzeug (VLA = Very Light Aircraft) neue Ausbildungsmöglichkeiten. Hergestellt wurde sie im Stammwerk der Firma Aquila am Flugplatz Schönhagen (EDAZ). Die Aquila wird mittlerweile auch bei  großen gewerblichen Flugschulen als Standard-Schulflugzeug für Anfänger eingesetzt.

Kennzeichen: D-EUWA
Spannweite: 10,30 m
Rumpflänge: 7,35 m
Mindestgeschwindigkeit: 85 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Höchstzulässiges Gewicht: 750 kg

Scheibe Falke SF25

Der Scheibe SF25 C2000 wird hauptsächlich zur Schulung eingesetzt. Seine gutmütigen Flugeigenschaften prädestinieren ihn hierzu. Er zählt zu der Kategorie der Reisemotorsegler, die im Vergleich zu Motorflugzeugen über eine große Spannweite bei relativ wenig PS sowie im Vergleich zu Leistungssegelflugzeugen über eher mäßige Segelflug- und Gleitflugeigenschaften verfügen. Die Bauweise aus Holz, Stahlrohrgerüst und Nylontuchbespannung des Scheibe Falke SF25 C2000  ist einfach gehalten und sorgt dafür, dass der Falke den harten Vereins- und Schulbetrieb klaglos übersteht. Die Resonanzniveau in diesem riesigen „Hohlkörper“ ist vergleichsweise hoch, deshalb wird er auch liebevoll als der RATTEL bezeichnet.

Bei einem Verbrauch des Limbach 4-Zyl. von 12 l Superbenzin pro Stunde und einer Reisegeschwindigkeit von 150 km/h ist unser KIAK außerdem ein flottes und vor allem ökonomisches Fortbewegungsmittel.

Der Hersteller Scheibe-Aircraft-GmbH vom Flugplatz Heubach liefert den C-Falken in der aktuellen Konfiguration auch nach nunmehr ca. 30 Jahren immer noch.

Kennzeichen: D-KIAK
Spannnweite: 15,25 m
Rumpflänge: 7,60 m
Mindestgeschwindigkeit: 70 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
geringstes Sinken: 1,18 m/s bei 80 km/h
bestes Gleiten: 1:22 bei 90 km/h
höchstzulässiges Gewicht: 650 kg
Motor: Limbach L2000 (80 PS)