Flugplatz

Inhalt:

Der Flugplatz Radolfzell-Stahringen wird von der Flugsportvereinigung Radolfzell e.V. (FSVR) betrieben. Der Flugplatz (ICAO-Code/Flugplatz-Ortskennung: EDSR) existiert seit 1968, zunächst als Segelfluggelände, seit August 2008 als Sonderlandeplatz.

Der Flugplatz wurde unter großem Einsatz der Vereinsmitglieder hergerichtet. Auch wurden im Laufe der Zeit das Flugleitungsgebäude, zwei Hallen für das empfindliche Sportgerät einschließlich Vereinswerkstatt errichtet.

Der Flugplatz Radolfzell-Stahringen dient von Beginn an dem Luftsport. Schwerpunkt ist der Segelflugsport. Zum Wesen des Luftsportes gehört es, dass alle Luftsportler gleichzeitig auch Luftverkehrsteilnehmer sind. Sie sind damit dem dazugehörigen Regelwerk unterworfen, z.B. der Luftverkehrsordnung (LuftVO). Mit anderen Worten: für Luftsportler ist der Luftraum zugleich Verkehrsraum und Sport-, Erlebnis-, Erholungs- sowie Freizeitraum.

Der Flugbetrieb am Flugplatz Radolfzell-Stahringen erfolgt nach Sichtflugregeln am Tag. Er umfasst Flüge

  • von Segelflugzeugen und nichtselbststartenden Motorseglern (Leistungssegelflugzeuge mit kleinem Klapptriebwerk), Starts im Flugzeug- oder Windenschlepp;
  • von selbststartenden Motorseglern (Reisemotorsegler oder Leistungssegelflugzeuge mit Klapptriebwerk);
  • von motorisierten Flugzeugen bis 2000 kg höchstzulässiger Abflugmasse;
  • von motorgetriebenen Luftsportgeräten (UL) sowie
  • von Heißluftballons und
  • von Sprungfallschirmen

Ein erheblicher Teil des Flugbetriebes dient der Ausbildung der Vereinsmitglieder durch ehrenamtliche Fluglehrer auf Segelflugzeugen, nichtselbststartenden Motorseglern, selbststartenden Motorseglern sowie Leicht- und Motorflugzeugen.

Im Alter von 13 Jahren kann die Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnen. Mit 14 Jahren ist der erste Alleinflug – der erste Flug ohne Fluglehrer auf dem zweiten Sitz – möglich. Mit 16 Jahren kann die Prüfung für die Segelfluglizenz abgelegt werden, mit 17 Jahren die Motorfluglizenz erworben werden.

Die Platzrunden für die Segelflugzeuge und die nichtselbststartenden Motorsegler sowie die motorgetriebenen Luftfahrzeuge und Luftsportgeräte liegen östlich des Flugplatzes.

Für die Segelflugschulung und von weniger geübten Piloten wird der Segelflug-Übungsraum westlich des Flugplatzes genutzt. Hier müssen die Flugschüler im ausreichenden Abstand zu den An- und Ausflugssektoren sowie zu den Platzrunden ihre Übungen absolvieren. Dies muss aber immer im Gleitwinkelbereich zum Flugplatz erfolgen. Sie tun dies unter Begleitung eines Fluglehrers oder im Alleinflug in Sichtweite des Fluglehrers. Der Segelflug-Übungsraum, der Höhenrücken zwischen Stahringen und Steißlingen, ist als hervorragender Thermikspender gleichzeitig für die fertig ausgebildeten Segelflugpiloten der Ausgangspunkt für Flüge in die nähere und weitere Umgebung. Nach dem Loslösen vom Schleppflugzeug bzw. dem Einfahren des Klapptriebwerkes wird hier die dafür notwendige Höhe gewonnen. Oft folgen Streckensegelflüge von mehreren hundert Kilometern Länge.


Start zum Schulflug im Flugzeugschlepp auf der Piste „01″

Stahringen ist eng in die Bodensee-Landschaft eingebettet. Die Berge links und rechts haben annähernd Platzrundenhöhe. Der südliche Teil der Graspiste, wie auch das anschließende Gelände nach Süden, steigen an. Wir starten deshalb meist auf Piste 01 und landen auf Piste 19. Damit vermeiden wir auch den Überflug des Dorfes Stahringen.

Bei stärkerem Südwind «Föhn» und Südwest-Lagen sollte besser ein Start mit Turbulenzen in Richtung 19 in Kauf genommen werden. Die bei diesen Lagen auftretenden Leewirbel und das ansteigende Gelände erfordern besondere Aufmerksamkeit bei „schwachbrüstigen Maschinen“. Wir fliegen dann möglichst dicht im Luv des Bodanrück-Westhangs östlich am Dorf Stahringen vorbei.

Bei Nordostwind (vor allem bei «Bise») wird auf Piste 01 gelandet. Auch hier treten im Endanflug häufig kräftige Leewirbel auf. Um den Überflug von Stahringen zu vermeiden, muss der Endanflug  östlich entlang der Bundesstraße 34 erfolgen.

Erst nördlich von Stahringen, querab der Brücke über die Eisenbahn, wird ein «Swing By» auf die Anfluggrundlinie 01 durchgeführt.

Als Auffanglinien dienen im Osten der Bodensee (Obersee), im Norden die A89 bzw. die B31n,  im Westen das Autobahnkreuz A81/A98 Hegau sowie im Süden die autobahnähnliche B33n bzw. wiederum der Bodensee (Untersee).

Und natürlich gilt wie immer und überall: Platzrunde einhalten und ansonsten bebautes Gebiet weiträumig mit minimaler Leistung umfliegen!


Ein seltener, dafür aber sehr willkommener Gast aus Friedrichshafen

Platzdaten:

Koordinaten: 47° 48.16 N 08° 58.78 E
Start- / Landebahn: 01 / 19 (014°/194°)
Piste: 2000 kg MPW Gras
Pistenlänge: 710 x 30 m
Flugplatzhöhe: 1381 ft
Rollhalt 01 1381 ft (460 m)
Rollhalt 19 1345 ft (448 m)
Landegebühren: 6 €
Frequenz: 130,125 Mhz

Unsere Tankstelle bietet:

AVGAS 100LL
UL91

Anflug:

  • Youtube Anflug Videos folgen…
  • Anflugkarte folgt…

Flugzeugpark

Hier gehts weiter: Flugzeugpark

Gerätepark

Hier gehts weiter: Gerätepark

Werkstatt

Hier gehts weiter: Werkstatt

Pizzeria

Hier gehts weiter: Pizzeria