Ausbildung

Inhalt:

 

Selbst fliegen ist toll!

Die Bewegung in der dritten Dimension führt zu Erlebnissen in einer neuen Dimension, der Alltag bleibt auf dem Boden. Beim Segelflug beeindruckt zusätzlich zu den Flug- und Landschaftserlebnissen das Erleben der Naturkräfte, ob in thermischen Aufwinden, beim Hang- oder beim Wellenflug. Und abends beschließen wir den Flugbetrieb in geselliger Runde bei einer Pizza – und natürlich mit einem kleinen bisschen Fliegerlatein.

Fliegen lernen ist toll!

Unterstützt von unseren ehrenamtlichen Fluglehrern können in unserem Verein Fußgänger (fast) jeden Alters Lizenzen für Segelflugzeuge, Reisemotorsegler und Motorflugzeuge erwerben. Schon mit 14 Jahren dürfen Jugendliche im Segelflugzeug zu ihrem ersten Alleinflug starten!

 

Sie können in unserer Vereinsflugschule (BWLV-NR. 147) die Segelfluglizenz (LAPL(S) bzw. SPL) oder die Motorfluglizenz (LAPL(A) oder PPL(A)) und darauf aufbauend die Klassenberechtigungen „Reisemotorsegler“ (TMG) bzw. „einmotorige Land-Flugzeuge“ (SEP) erwerben.

Für weiterführende Lizenzen CPL / ATPL oder Berechtigungen sind Lehrgänge an entsprechenden Ausbildungseinrichtungen (ATOs) zu absolvieren.

Mit Einführung der EASA-Lizenzen ab 8.4.2013, entfallen die bisherigen Regelungen der nationalen Lizenzen nach der LuftfahrtPersonalVerordnung (LuftPersV) (mit den aktuellen Durchführungsverordnungen).

Vorraussetzungen:
  • Mindestalter für den Beginn der Ausbildung: 14 Jahre (UL- / Motorflugzeug- / Motorseglerführer 16 Jahre)
  • Mindestalter für den Erwerb der Lizenz für Segelflugzeugführer: 16 Jahre (UL- / Motorflugzeug- / Motorseglerführer 17 Jahre)
  • Mitgliedschaft in der FSVR und im BWLV (Baden Württembergischer LuftsportVerband, als Träger der Globalausbildungsgenehmigung für die angeschlossenen Vereinsflugschulen)
  • Ärztliches Tauglichkeitszeugnis (Allgemeinarzt bei LAPL; sonst Medical Klasse 2 – kann nur von fliegerärztlichen Untersuchungsstellen ausgestellt werden)
  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung in „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ (wie beim Führerschein)
  • erfolgreiche Teilnahme an der Flugausbildung in einer genehmigten Ausbildungseinrichtung (ATO)

Die Flugausbildung besteht aus zwei wesentlichen Bestandteilen, der theoretischen Ausbildung (Theorie) und der praktischen Ausbildung (Praxis).

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung (je Lizenzart in unterschiedlicher Tiefe und Umfang) umfasst die Sachgebiete:
  • Luftrecht, national / international
  • Aerodynamik, Flugdynamik
  • Flugfunk, Flugsicherungsverfahren
  • Technik; allgemein / Flugzeuge / Flugzeugsysteme
  • Für UL-Ausbildung: Pyrotechnik

In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr veranstaltet die FSV Radolfzell in Zusammenarbeit mit anderen Flugsportvereinen in der Umgebung einen Kompaktkurs, in dem die oben genannten Ausbildungsinhalte vermittelt werden.  Die Theorie-Prüfung in den oben aufgeführten Sachgebieten muss beim zuständigen Regierungspräsidium (Freiburg oder Tübingen) abgelegt werden. Der richtige Zeitpunkt für die theoretische Prüfung ist in etwa während der Alleinflug- Ausbildung. Die amtlichen Prüfungsfragen sind unter PPL-Fragenkatalog zum online-Üben abrufbar.

Um den Flugfunk in der Praxis sicher zu beherrschen ist vor allem viel Übung notwendig. Die für die Prüfung notwendige Sicherheit kann z.B. in einem zusammen mit der Segelfluggruppe Singen angebotenen Flugfunk-Kurs erworben werden. Die Prüfung zum Erwerb des Flugfunkzeugnisses wird separat bei der Bundesnetzagentur in Reutlingen abgelegt.

Für die Ausbildung zum UL-Führer wird der Erwerb eines Funksprechzeugnisses empfohlen, ist allerdings nicht dringend erforderlich. Ohne Funksprechzeugnis ist der Einflug in die Lufträume B,C und D nicht gestattet.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung zum Segelflugzeugführer wird zum Teil in Segelflugzeugen und zum Teil mit Reisemotorseglern durchgeführt. Vom ersten Start an sitzt der Flugschüler dabei auf dem Pilotensitz und der Fluglehrer hinter bzw. neben ihm. Bei den ersten Starts ist der Fluglehrer derjenige, der das Flugzeug fliegt, aber nach und nach überlässt er dem Flugschüler immer mehr die Steuerung des Flugzeugs. Mit dem sicheren Gefühl, den Fluglehrer bei sich zu haben, lernt er das Flugzeug in allen Situationen zu beherrschen. Mit dem Einverständnis eines zweiten Fluglehrers darf der Flugschüler nun zu seinem ersten Alleinflug starten. Bei Alleinflügen befindet sich der Fluglehrer am Flugplatz und überwacht den Flug, der Flugschüler hat also jederzeit die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über Funk. Nach einer kleinen Theorieprüfung und 3 erfolgreichen Alleinflügen darf der Schüler das Segelflugsportabzeichen A (eine weiße Möve auf blauem Grund) tragen.

Im nachfolgenden zweiten Ausbildungsabschnitt wird der Flugschüler auf weitere, meist einsitzige Segelflugzeuge eingewiesen und kann sein Können durch Flüge in der Umgebung des Flugplatzes und im dritten Ausbildungsabschnitt mit Flugauftrag auch weiter davon entfernt bis zur Prüfungsreife steigern.

Die Ausbildungsinhalte sind gesetzlich im EASA AirCrew part FCL und weiteren Erlässen (AMC und GM) geregelt:

FCL 110.S: LAPL(S)/SPL:
  • 10 h Flugausbildung mit FI, davon:
  • 7 h max. TMG)
  • 2 h überwachter Alleinflug
  • 45 Starts+Landungen
  • (Winde 10 FI + 5 Allein)
  • (FSchlepp 5 FI + 5 Allein)
  • 1 Alleinüberlandflug 50km (oder 100km mit FI)
FCL 110.A: LAPL(A):
  • 30 h Flugausbildung in Flugzeugen (SEP) oder TMG; davon mindestens:
  • 15 h Flugausbildung mit Fluglehrer in der Klasse, in der die praktische Prüfung abgenommen wird;
  • 6 h überwachter Alleinflug, davon mindestens
  • 3 h Allein-Überlandflug mit mindestens
  • 1 Überlandflug von mindestens 150 km (80 NM), wobei eine vollständig abgeschlossene Landung auf einem anderen Flugplatz als dem Startflugplatz durchgeführt wurde.
FCL 210.A: PPL:
  • 45 h Flugausbildung in Flugzeugen (SEP), davon mindestens:
  • 25 h Flugausbildung mit Fluglehrer bei ATO, sowie
  • 10 h überwachter Alleinflug, davon mindestens
  • 5 h Allein-Überlandflug mit mindestens einem Überlandflug von mindestens 270 km (150 NM), wobei zwei vollständig abgeschlossene Landungen auf 2 anderen Flugplätzen als dem Startflugplatz durchgeführt wurden
Ausbildung auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen:
  • 30 Flugstunden, davon
  • 5 Alleinflugsttunden
  • 40 Starts im Alleinflug
Einweisung von Flugzeugführern der Klassenberechtigung TMG auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen:
  • 3 positive Außenlandeübungen mit Fl.
  • Einweisung in die Beherrschung des ULs in besonderen Flugzuständen, sowie das Verhalten in Notfällen
  • ein mind. 1-stündiger Übungsflug mit Fl.
  • mind. 3 Alleinstarts

 Die jeweilige Ausbildung wird abgeschlossen mit einer Prüfung (Theorieprüfung beim Regierungspräsidium Freiburg; und praktische Prüfung = 3 Flüge mit zugewiesenem Prüfer des Regierungspräsidiums).

Bei der Ausbildung  zum UL-Führer wird die praktische und theoretische Prüfung vom Vereinsausbildungsleiter abgenommen.

Je nachdem wie viel Zeit der Flugschüler aufwendet, kann die Ausbildung in 2 bis 3 Jahren abgeschlossen werden.

Fluglehrer:

Unsere ehrenamtlich tätigen Fluglehrer haben sich selbst verpflichtet, zu vereinbarten Zeiten (Fluglehrerplan) aktiv zu sein.

Fluglehrer FI(S): LAPL(S); SPL; TMG:
  • H. Dietrich
  • W. Maunz
  • U. Nortmann
  • G. Riedmüller
Fluglehrer FI(A): LAPL(A); SEP/TMG:
  • H. Dietrich
  • U. Nortmann
  • G. Riedmüller
  • K.J. Geng
  • T, Zimmermann (SEP)
Fluglehrer FI(A): PPL; SEP/TMG:

  • U. Nortmann, Ausbildungsleiter
  • T. Zimmermann (SEP)

Erhalt der Lizenz

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